Die Berufsschule Monlau mit Sitz in Barcelona ist eine der führenden Einrichtungen Spaniens im Bereich der spezialisierten Ausbildung im Automobilbereich. Mit einer soliden Tradition und einer klaren Ausrichtung auf den Arbeitsmarkt hat Monlau ein praxisorientiertes Bildungsmodell etabliert, das darauf abzielt, reale Arbeitsumgebungen nachzubilden.
Darin lernen die Schüler unter anderem das richtige Mischen von Lack, den sachgemäßen Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung, die Voreinstellung der Spritzpistole und das Lackieren verschiedener Teile wie Stoßstangen, Kotflügel oder Türen.
Diese Arbeit mit echten Materialien und Geräten ist unerlässlich, bringt jedoch auch gewisse Herausforderungen in Bezug auf Kosten, Ressourcenverbrauch und Nachhaltigkeit mit sich.
Eine Vereinbarung zur Förderung der Ausbildung mit immersiver Technologie
Mit dem Ziel, unser Bildungsangebot weiterzuentwickeln und den neuen Anforderungen der Branche gerecht zu werden, haben wir eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die einen Meilenstein in der Ausbildung zukünftiger Fachkräfte der Branche an unserer Einrichtung darstellt, indem wir Virtual-Reality-Technologie in unsere Ausbildungsprozesse integrieren.
Die Einführung unseres Simulators für das Auftragen von Farben und Beschichtungen bedeutet einen qualitativen Sprung in der Art und Weise, wie technische Schlüsselkompetenzen vermittelt werden. Mit seiner Hilfe können die Auszubildenden v alle Phasen des Lackierprozesses mit einem hohen Maß an Realismus durchlaufen: von der Auswahl und dem Mischen der Farben bis hin zur Einstellung der Spritzpistole und dem Auftragen auf verschiedene Fahrzeugteile, wobei Parameter wie Abstand, Winkel oder Bewegungsgeschwindigkeit berücksichtigt werden.
Mehr Übungsstunden, geringere Kosten und mehr Nachhaltigkeit
Wie Carlos Salazar, Leiter des Bereichs Automobil, erklärt, bietet dies zahlreiche Vorteile: „Als wir begannen, mit Innovae zusammenzuarbeiten, wollten wir herausfinden, wie wir die für Lackierarbeiten aufgewendeten Stunden verlängern können, ohne die Probleme zu haben, mit denen wir derzeit konfrontiert sind. Ein Problem sind die mit dem Lackieren verbundenen Kosten, da viel mehr Stunden aufgewendet werden, und ein weiteres ist der verantwortungsvolle Verbrauch.“
Diese Lösung ermöglicht es einerseits, in einer absolut sicheren Umgebung zu üben, ohne Chemikalien ausgesetzt zu sein oder Risiken durch unsachgemäßen Umgang mit den Geräten einzugehen. Andererseits schafft sie eine kontrollierte Umgebung, in der Übungen so oft wie nötig wiederholt werden können, Fehler ohne materielle Folgen gemacht werden dürfen und sofortiges Feedback zur Korrektur von Abweichungen gegeben wird.
Darüber hinaus trägt die Simulation zu einer nachhaltigeren und effizienteren Ausbildung bei, indem sie den Verbrauch von Farbe und Materialien in den Anfangsphasen des Lernprozesses reduziert. Auf diese Weise können die Schüler mit einer viel solideren technischen Grundlage in die reale Werkstatt kommen, wodurch die Übungszeit mit physischen Geräten optimiert und die Nutzung der Ressourcen des Zentrums verbessert wird.
Ein immersives Erlebnis, das die Schüler motiviert
Aus Sicht der Schüler war die Einführung des Virtual-Reality-Simulators eine äußerst motivierende Erfahrung. „Man hat das Gefühl, wirklich zu lackieren“, betont Alan González, Schüler der mittleren Ausbildung im Bereich Karosseriebau, der zudem dessen pädagogischen Wert hervorhebt: „Er zeigt dir den Winkel, die Art und Weise, wie du die Spritzpistole hältst … einfach alles. Es ist eine der besten Erfahrungen, die ich je machen durfte.“
Lidia Patarro, eine Schülerin desselben Ausbildungsgangs, hebt ihrerseits den Realismus dieser Erfahrung hervor: „Wir haben die Farben genommen, sie wie im echten Leben gemischt und dann in einer virtuellen Kabine die Motorhaube lackiert.“
Diese Erfahrungen tragen nicht nur zum technischen Lernen bei, sondern auch zur Entwicklung von Selbstvertrauen, Motivation und Engagement für den Beruf.
Die Fachkräfte von morgen vorbereiten
Die Zusammenarbeit zwischen Monlau und Innovae ist ein Beispiel dafür, wie Technologie sinnvoll in die berufliche Bildung integriert werden kann, um das traditionelle praktische Lernen zu stärken, anstatt es zu ersetzen.
Die virtuelle Realität wird so zu einem strategischen Werkzeug, das die Ausbildungszeiten verlängert, die damit verbundenen Kosten senkt, das Lernen individuell gestalten ermöglicht und die Schüler darauf vorbereitet, sich mit größerer Sicherheit und Präzision den realen beruflichen Umgebungen zu stellen.


